Die beiden Ahauser Nachwuchsstreicher Carlos Kim Andrade (8a) und Molly Blisniewski (7a) erspielten sich in ihren Kategorien einen hervorragenden 2. und zwei 1. Preise. Unterrichtet werden sie von der Musiklehrerin Ursula van der Linde-Bancken.
Beide Spieler waren zuvor in den Regionalwettbewerben Ende Januar von der Jury für den Landeswettbewerb nominiert worden. Insgesamt nahmen mehr als 1.000 Kinder und Jugendliche am diesjährigen Landeswettbewerb NRW vom 21.-25.3.2025 teil. Carlos trat an in der Kategorie Viola Solo AG IV. Sein Programm enthielt Werke von den Komponisten C.M. von Weber „Rondo Ungarèse“, ein „Präludium“ aus den 24 Präludien op.34 von D.Schostakowitsch, einen „Blues for Benny“ von Eduard Pütz und den 3.Satz „Allegro molto“ aus dem Konzert in c-moll von J. Chr. Bach. Carlos erhielt für seinen auswendig gespielten 20-minütigen Vortrag einen zweiten Preis mit 21.Punkten. Begleitet wurde er am Klavier von seiner Mutter Seong-Hwa Kim.
In der Kategorie „Barocke Ensemble“ AG III erspielten sich Carlos (Violine) und Molly Blisniewski (Viola) zusammen mit 10 weiteren jugendlichen Streichern und Bläsern einen 1.Preis mit 23 von 25 möglichen Punkten. Musikalisch betreut wurde das Ensemble von ihren Instrumentallehrern und Lehrerinnen vor Ort. Die Gesamtleitung lag in den Händen von Achim Fiedler (Musikschule Dortmund). Eigens für dieses Ensemble hatte er zwei barocke Werke „Les éléments“ von J.F.Rebel und W.Byrds „John come kiss me now“ transkribiert. Die besonderen musikalischen Herausforderungen für die Musizierenden bestand darin, dass Alle in der barocken Spielweise neu geschult werden mussten. So wurden sie z.B. eingeführt in die spezielle Artikulationsweise, Ornamentik und Verzierungstechnik der Barockzeit. Auch das moderne vibratoreiche Spiel musste ihnen mühsam aberzogen werden. Die Streicher erlernten sogar eigens das Spiel mit dem sehr viel leichteren Barockbogen. Souverän geführt wurde das Ensemble von Carlos an der 1.Geige, der seine Doppelrolle – Dirigent und Konzertmeister – bravourös umsetzte.
Alle Beteiligten freuen sich darüber, dass die intensive Probenzeit mit hervorragenden Ergebnissen belohnt wurde.
Text/ Bild: Ursula van der Linde-Bancken