Im Klassenraum 1.06 herrscht Wahlstimmung. Alle vier Jahre stehen die Bundestagswahlen an. Dieses Jahr etwas verfrüht durch den Bruch der Ampelkoalition, sodass auch die Juniorwahlen an der Canisiusschule Ahaus früher als sonst vom 20. bis zum 21. Februar stattfanden. Alle Stufen von der 8. bis zur Q2 sind wahlberechtigt und dürfen ihre Stimme für die Demokratie abgeben.
Seit 1999 finden in allen 16 Bundesländern die Juniorwahlen statt. Sie zählen zu einer der größten Schulprojekte in Deutschland, da jede zweite Schule daran teilnimmt.
Unterstützt wird sie vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Bundeszentrale für politische Bildung. Sie bereitet Jugendliche bundesweit auf richtige Wahlen im späteren Leben vor.
Jede Schule organisiert die Juniorwahl selbstständig. Frau Heitkemper, Politiklehrerin der Canisiusschule, die 10 a sowie auch die Schülervertretung (SV) übernahmen diese Aufgabe für dieses Jahr. Aufgeteilt in kleine Gruppen überwachten diese den Ablauf der Wahl. Das System der Juniorwahl gleicht der regulären Wahl. Schülerinnen und Schüler erhalten nach dem Vorzeigen ihres Ausweises einen Wahlzettel. Darauf abgebildet sind die Direktmandanten und die verschiedenen Parteien. Gewählt wird anonym. Danach wird der Zettel nur noch in die Wahlurne geworfen und die Wahl ist abgeschlossen.
Insgesamt haben 389 Schüler an der Wahl teilgenommen. Mit großem Vorsprung hat die CDU die Mehrheit von 39,6 Prozent erreicht. Die drittstärkste Partei ist die Linke. Die AFD war mit 2,5 Prozent eine der schwächeren Parteien. Jens Spahn von der CDU erhält mit 176 Stimmen die Mehrheit. Auch die Direktmandaten der SPD und der Grünen haben einige Stimmen bekommen. Gültig sind die Stimmen für die Bundestagswahl nicht. Die Wahlergebnisse sind aber wichtig, um einen Überblick zu erhalten, welche Partei die Jugend erreicht.
Die nächsten Juniorwahlen finden dann wieder in vier Jahren statt. Dann stellt sich wieder die Frage: Wo setze ich mein Kreuz?
Text/ Bild: Andreas Bertsch und Sophie Völker, 10a