„Geh wählen!“

Schülerinnen und Schüler der Q2 rufen Erstwähler zur Stimmabgabe auf

In den vergangenen Wochen haben sich die Schülerinnen und Schüler aus dem Zusatzkurs Geschichte Q2 intensiv mit der anstehenden Bundestagswahl auseinandergesetzt. Im Rahmen der Initiativen GoVote und der Bistumskampagne Mensch. Demokratie. verfassten sie eigene Reden, um Erstwählerinnen und Erstwähler zu ermutigen, ihr Wahlrecht zu nutzen.

In ihren Reden machten die Jugendlichen deutlich, warum es wichtig ist, demokratische Mitbestimmung nicht als Selbstverständlichkeit zu sehen. Sie erinnerten daran, dass jede Stimme zählt und dass Wahlen eine direkte Möglichkeit sind, die Zukunft mitzugestalten. Viele von ihnen betonten, dass gerade junge Menschen ihre Interessen in der Politik vertreten sehen wollen – und dafür sei die Wahlurne der erste Schritt.

Besonders beeindruckend war die Vielfalt der Argumente: Während einige Reden auf historische Errungenschaften des Wahlrechts eingingen, setzten andere den Fokus auf aktuelle politische Herausforderungen. Auch persönliche Appelle spielten eine Rolle – von „Es geht um deine Zukunft!“ bis hin zu „Demokratie lebt vom Mitmachen!“.

Mit dieser Aktion haben die Schülerinnen und Schüler gezeigt, dass sie sich für Politik und gesellschaftliche Teilhabe begeistern können – und vielleicht konnten sie sogar den ein oder anderen Erstwähler zur Wahlurne bewegen.

Denn eins ist klar: Demokratie braucht jede Stimme!

 

Hier drei Beispiele, die von Schülerinnen und Schülern des Zusatzkurses Geschichte Q2 als Wahlaufruf verfasst wurden:

Liebe Erstwählerinnen, liebe Erstwähler.,

schon Sonntag ist es so weit und wir dürfen das erste Mal unsere Stimmen abgeben. Wir dürfen jetzt für unsere Rechte und Anliegen wählen. Wir dürfen und MÜSSEN gegen extreme und populistische Politik einstehen. Und jetzt können wir genau das tun. Wir können unsere Stimme nutzen, um für ein besseres Leben zu stimmen. Demokratie ist ein wichtiges Gut, das uns in unserem Land gegeben ist. Darum sollten wir dieses Recht und vor allem dieses Privileg nutzen, um es auch für die Zukunft sichern zu können. Immer häufiger kommt es zu Aussagen wie „Meine Stimme bewirkt doch eh nichts“, aber das stimmt nicht.

Jede abgegebene Stimme hilft, um unsere Demokratie und unser Rechtssystem zu bewahren. Es gibt immer mehr Unzufriedenheit und Ungleichheit zwischen den Menschen und ihren Anliegen. Und da muss angesetzt werden. Demokratie baut auf verschiedenen Interessen und Meinungen und vor allem aber auch auf Diskussionen und Kompromissen. Das Land braucht junge Bürger*innen*, die sich für Politik und Rechte einsetzen. Denn die Geschichte zeigt, Veränderung beginnt immer mit Menschen, die etwas verändern. Menschen, die sich engagieren. Menschen, die nicht schweigen, sondern laut werden. Deine Stimme geht mit einer Verantwortung einher, die du tragen musst. Verantwortung für unser Land, unsere Bürger und unsere Zukunft. Weil deine Stimme eben nicht nichts bewirkt, weil deine Stimme über unsere Umwelt, über unsere Bildung und über unser soziales Leben entscheidet.

Ich verstehe, wenn eine erste Wahl überfordernd ist. So ist sie es für mich auch. Aber um sich vorher über die verschiedenen Parteien, ihre Anliegen und Vorgehen sowie über die Kanzlerkandidaten zu informieren, gibt es viele Möglichkeiten. Man kann seine Interessen mit denen der Parteien im Wahl-O-Mat/ bzw. Real-O-Mat vergleichen, (Kurz-)Wahlprogramme lesen oder sich seriöse Zusammenfassungen anhören. Auch Medien, online Wahlkämpfe und TV Debatten können die Entscheidungsfindung nach der richtigen Partei erleichtern. Dabei ist aber wichtig zu beachten, dass man sich verschiedene Quellen anschauen sollte, um sie zu verifizieren. Gerade extremistische Parteien setzen auf den Wahlkampf auf Social Media, damit sie junge und unerfahrene Wähler erreichen. Diese Seiten muss man kritisch hinterfragen. Trotzdem sollte euch klar sein, dass es in den seltensten Fällen, die eine passende Partei gibt. Es wird immer Punkte geben, denen man nicht voll und ganz zustimmt. Dann kann man aber abwägen, welches Programm am ehesten auf die eigenen Interessen zutrifft. Gar nicht wählen zu gehen, sollte dabei keine Option sein. Die Junior (U18) Wahl ist ebenfalls eine gute Möglichkeit, die Stimme zu nutzen. Auch wenn ihr bei der Bundestagswahl noch nicht teilnehmen dürft, könnt ihr eure Anliegen dabei vertreten. Denn auch die Ergebnisse der Juniorwahlen bewirken eine Veränderung in der Gesellschaft. Ich plädiere daher an jeden von euch, wenn ihr wählen gehen dürft, dann nutzt das Privileg. Entscheidet mit. Setzt euch ein. Werdet laut. Um nicht nachher sagen zu müssen „Hätten wir das mal verhindert“. Dankeschön. *aus Gründen der besseren Lesbarkeit, wird im Folgenden die männliche Form verwendet- es sollten sich aber Alle Menschen angesprochen fühlen.

 

Hallo zusammen,

heute möchte mit euch über ein wichtiges und relevantes Thema sprechen: Die Bundestagswahl. Wie alle wissen, müssten steht an diesem Sonntag die Bundestagswahl an, die auf Grund der gescheiterten Vertrauensfrage vorgezogen wurde. Hierzu sind alle verantwortlich wählen zu gehen. Für Deutschland und für unsere Zukunft. Vor allem ihr, liebe Erstwähler und Erstwählerinnen werdet aufgefordert wählen zu gehen. Habt keine Angst wählen zu gehen. Setzt euch für eure Interessen ein. Wählt die Partei die eure Interessen vertritt. Was könnten mögliche Gründe sein warum ihr nicht wählen geht? Denkt mal kurz darüber nach. Ziemlich schnell werdet ihr zu dem Ergebnis kommen, dass es keine plausiblen Gründe gibt. Alle Gründe können entkräftet werden. Wenn ihr nich wisset, welche Partei eure Interessen vertritt, ist der WahlOmat eine gute Idee. Den könnt ihr einafch im Internet machen. Dazu müsst ihr lediglich ein paar Fragen beantworten und am Ende „spuckt“ er euch ein Ergebnis aus, welche Partei mit deinen Vorstellungen am meisten übereinspricht. Von den Partien könnt ihr euch dann die Wahlprogramme oder kurzwahlprogramme durchlesen, um einen besseren Überblick zu bekommen. Also nicht zu wissen, wen man wählen will als Ausrede zu nutzen nicht wählen zu gehen, zählt nicht. Und wenn ihr mit keiner Partei zu 100% übereinstimmt, geht trotzdem wählen. Dann wählt die Partei die sich am meisten mit euren Interessen deckt. Wenn ihr nicht wählen geht, werden eure Interessen gar nicht berücksichtigt oder ihr schenkt anderen Parteien, die demokratifeindlich sind eure Stimme. Jeder nicht ausgefüllte Wahlzettel ist ein verschenkter. Geht also wählen um den Radikalen Parteien keine weitere Stimme zu schenken und klein zu halten. Jeder und jede von euch die nicht wählen gehen, schenkt diesen Parteien seine bzw. ihre Stimme. Keine Zeit zu haben zählt auch nicht als Ausrede. Bereits Wochen vor der Bundestagswahl konnte man Briefwahl beantragen. Wie ihr seht gibt es keine Gründe nicht wählen zu gehen. Nicht wählen zu gehen bedeutet ein Verzicht auf Mitbestimmung und dadurch ein Verzicht die eigene Meinung preiszugeben. Eure Interesse können dadurch nicht umgesetzt werden, da keiner weiß, was ihr wollt. Eure Meinungen sind unterrepräsentiert, was dazu führt, dass ihr nachher unzufrieden mit der Politik seid. Dann bereut ihr nicht wählen gegangen zu sein. Hättet ihr gewählt, könnten auch eure Wünsche für Deutschland zum Teil umgesetzt werden. Also geht wählen und sucht keine Ausreden. Geht wählen um aktiv in der Politik mitzuwirken und Einfluss und lokale, aber auch globale Themen zu haben. . Geht wählen um die Demokratie zu stärken, denn dies ist nur möglich durch eine hohe Wahlbeteiligung. Geht wählen um Verantwortung für euch, aber auch ganz Deutschland zu übernehmen. Geht wählen, damit auch die Interessen der jüngeren, unsere Generation, vertreten werden und nicht nur die der Älteren Bevölkerung. Geht wählen, denn dies ist ein Privileg. In Deutschland gibt es die Meinungsfreiheit im Gegensatz zu mach anderen Ländern auf diesem Kontinent. Nutzt die Chance, die andere nicht habe. Geht wählen!

 

GoVote: Bestimme deine Zukunft mit! Am 23.02.2025 ist es soweit: die Bundestagswahl steht vor der Tür. Und mit ihr sind dieses Jahr rund 2,3 Millionen Erstwähler/innen berechtigt, einen Zettel in die Urne zu werfen – und das sollten sie auch tun. Die Bundestagswahl ist die wichtigste Möglichkeit für dich und mich und für alle in Deutschland unsere Meinung beizutragen und die Demokratie am laufen zu halten. Für manche mag es aufwendig erscheinen, sich mit der Wahl zu beschäftigen. Lange, komplizierte Wahlprogramme lassen das „richtige“ Wählen kompliziert aussehen, doch das ist es nicht. Neben der Wahlwerbung der Parteien, die einem im Alltag sowieso begegnen gibt es auch im Internet gute Angebote, sich über objektive Zusammenfassungen der Wahlprogramme gut über eine Partei und ihre Ziele zu informieren. Und generell gilt: selbst wenn man sich unsicher ist, welche Partei man wählen soll, sollte man trotzdem seine Stimme abgeben, um den Parteien, die man ablehnt, schlechtere Chancen zu geben. Auch das Wählen gestaltet sich als unkompliziert und kurzweilig. Am Sonntag geht man mit seiner Wahlbenachrichtigung und dem Personalausweis ins Wahllokal, setzt zwei Kreuze und geht wieder. Einige Dinge sollte man jedoch bei der Information über das Internet, vor allen Dingen über soziale Netzwerke beachten. „Die Freiheit der Medien wird untergraben. Die Plattformen fressen unsere Demokratie.“, so der Medienwissenschaftler Martin Andree. Dies läge daran, dass Big Tech-Konzerne ihre Plattformen nicht als traditionelle Medien einstufen lassen, um einige Kontrollen zu umgehen. Das führt dann dazu, dass in der digitalen Welt oft populistische Inhalte zu finden sind, die unter anderem von berühmten Persönlichkeiten wie Elon Musk verbreitet werden. Eine weitere Eigenschaft der fehlenden Kontrolle ist, das andere Parteien sich an dem Populistischen Wortlaut der AfD annähern, um Jugendliche von ihrer Partei zu überzeugen. Aus diesen Gründen ist es Ratsam, dass man im Internet bewusst darauf achtet, auf zuverlässige und objektive Quellen zurückzugreifen, um sich eine diversifizierte, fundierte Meinung bilden zu können. Insgesamt hoffe ich, dass vor allen Dingen möglichst viele Erstwähler ihre Chance am 23.02. nutzen, um ihre Meinung einzubringen und die Demokratie zu stärken.

 

 

Texte/ Bild: Dirk Rietmann

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