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Diese andere Welt verbessern

Der letzte Wochenbericht der EF-Schülerinnen über ihr Sozialpraktikum in Leme

Mittwoch - Wir sitzen auf (fast) gepackten Koffern im Recanto und verbringen den letzten Tag mit aufräumen, warten, essen gehen und einer abschließenden Reflexionsrunde mit Schwester Aurora. Das jetzt schon vier Wochen um sind, haben wir alle noch nicht ganz realisiert und wir würden gerne noch weitere Tage hier sein um in die Crêche, ins Projeto und in die Familien an den Stadtrand zu gehen.
Angefangen haben die letzten Tage mit unserem Tagestripp nach São Paulo, der uns allen echt super gut gefallen hat. Morgens um fünf Uhr ging es mit einem Reisebus und einmal umsteigen und einer Fahrt von dreieinhalb Stunden in die fünft größte Stadt der Welt. Neben Besichtigungen von Kathedralen, Essen in einer großen Markthalle mit Früchten und einer ganzen Menge laufen, sind wir auf ein Hochhaus gefahren um uns die Stadt von oben anzusehen. Was uns aufgefallen ist: Es gibt nur einzelne Hochhäuser, die zwischen den kleineren, häufig kaputten Häusern herausragen. Der Blick auf die Stadt war echt interessant, weil man den extremen Unterschied zwischen Arm und Reich sehen konnte. Auch als wir durch die Stadt gelaufen sind, haben wir diesen Unterschied gemerkt, den es auch in Leme gibt. In der einen Straße gab es extrem viele Obdachlose, auf der anderen gar keine, sondern bloß teure Läden. Der Tag war echt interessant, weil wir einen weiteren Einblick in das brasilianische Leben bekommen haben und eine Stadt gesehen haben, von der wir schon vorher viel gehört haben.
Nachdem wir dann Samstag um zehn Uhr abends wieder im Recanto waren, haben wir uns Sonntag etwas erholt.
Montag und Dienstag hieß es dann Abschied nehmen. Wir haben uns an beiden Tagen so aufgeteilt, dass wir alle noch einmal ins Projeto und einmal in die Crêche gegangen sind.
Im Projeto haben wir in den letzten zwei Tagen unser Projekt verwirklicht. Zwar konnten wir keinen Baum an die Wand malen, aber wir haben mit den Kindern zwei Banner gemalt - eins für Leme und das andere für unsere Schule. Die Handabdrücke aus Fingerfarbe haben nicht nur den Kindern Spaß gemacht, sondern auch uns. Der Abschied fiel uns deshalb nur noch schwerer, weil die Zukunft dieser süßen, netten und aufgeweckten Kinder, die manchmal etwas zu viel Energie haben, ungewiss ist.
In der Crêche sind wir einmal noch in alle Klassen gegangen, haben ein letztes Mal die Babys gefüttert, uns frisieren lassen, den Englisch Unterricht besucht und mit den Kindern auf dem Hof gespielt. Auch hier viel uns der Abschied wirklich schwer und wir sind sehr glücklich darüber, dass wir sechs diese Erfahrung machen durften.
Dienstag Abend stand dann noch Capoeira an. Das ist eine Kampfsportart bei der man sich nicht berühren darf und die wesentlich anstrengender ist, als wir alle dachten.
Wenn wir Mittwoch, der ein Feiertag ist, weil an diesem Tag Leme Geburtstag hat, unsere Reflexion mit Schwester Aurora hatten, geht unser Flug Donnerstag Abend um sechs Uhr. Vorher heißt es warten und wieder nach São Paulo fahren.
Diese vier Wochen waren sehr beeindruckend. Wir haben das Leben dieser Menschen kennengelernt, was man sich unmöglich vorstellen kann, wenn man nicht selbst hier vor Ort war.
Vor allem die Kinder vermissen wir jetzt schon. Sie haben uns immer ein Lächeln ins Gesicht gezaubert und uns gezeigt, dass man immer und überall glücklich sein kann. Wir waren froh darüber, den Kindern im Projeto noch einen Koffer mit viel Material mitgebracht zu haben, weil sie sich wirklich über alles freuen.

Morgen heißt es also Abflug. Und zumindest wissen wir, dass unsere Schule diese andere Welt, 10 000 Kilometer entfernt, mit vielen Mitteln unterstützt um das Leben und vor allem die Bildung in der Crêche jedes Jahr aufs neue zu verbessern.



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