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Exkursion des PJK Biologie/Sport zum Zentrum für Sportmedizin

Was passiert eigentlich mit unserem Körper, wenn wir sportlich ausdauernd aktiv sind? Welche Art zu Laufen ist die effektivste? Stimmt das, was wir in der Schule bzgl. Ausdauertraining lernen und bzgl. Ausdauerschulung über uns ergehen lassen müssen, überhaupt?

Alldem durfte der Sport/Bio Projektkurs der Q1 am Donnerstag, den 26.01.2017, im Zentrum für Sportmedizin in Münster auf den Grund gehen, begleitet von F. Wiechers, F. Weiland und H. Krabbe, unserem Kurslehrer. Angekommen, wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe ging mit Dr. Greiwing, einem Sportwissenschaftler, ins Labor für Leistungsdiagnostik, die andere erhielt durch Dr. Schomaker, einem Sportmediziner und Orthopäden, Einblicke in sportmedizinische, trainingswissenschaftliche und gesundheitspräventive Zusammenhänge (vor allem bzgl. Ernährung).

Im Labor für Leistungsdiagnostik wurde die Methode der Spiroergometrie sehr deutlich und praxisorientiert erklärt.  Spiroergometrie ist ein diagnostisches Verfahren, bei dem durch Messung von Atemgasen während körperlicher Belastung die Reaktion von Herz, Kreislauf, Atmung und Stoffwechsel sowie die kardiopulmonale Leistungsfähigkeit qualitativ und quantitativ untersucht wird. Nach dieser Einführung unterzog sich ein Mitschüler auf einem Laufband einem Lauftest mit kontinuierlicher Belastungssteigerung.  Am Bildschirm konnten die übrigen Schülerinnen und Schüler die Veränderungen einiger Parameter wie Atem- und Herzfrequenz, die maximale Sauerstoffaufnahme oder auch die Änderung der Atemgase mitverfolgen. Währenddessen erklärte Dr. Greiwing die Messwerte und deren Veränderungen aus sportmedizinischer und sportphysiologischer Sicht und welche Folgerungen bzgl. der Trainingsgestaltung aus den Daten zu ziehen sind.  Ein ganz wichtiges Kriterium für Fitness bzw. der aeroben Leistungsfähigkeit ist die Sauerstoffaufnahme in Milliliter pro Minute je Kilogramm. Erstaunlicherweise stellte sich heraus, dass die maximale Sauerstoffaufnahme beider Probanden unseres Kurses im Bereich von Leistungssportlern lag, diese sogar sportlich fitter sind als die meisten Fußballprofis.

Die andere Gruppe befand sich zu dieser Zeit im Theorieteil. So langweilig theoretische Erarbeitung bisweilen auch ist, diese hier wurde durch Dr. Schomaker glücklicherweise interessant und schülernah präsentiert. Sehr deutlich wurde, dass die Art des Trainings vom jeweiligen Ziel bestimmt wird. Will man nur Laufen gehen, um ein besseres Gewissen zu haben, ist es fast gleich wie man die Laufübung ausführt. Will man jedoch eine Leistungssteigerung erfahren, sollte man sich zu 80 Prozent in einem Intensitätsbereich bewegen, in dem man sich unterhalten kann, die übrigen 20 Prozent sollten nach dem HIIT (High Intensity Intervall Training) gestaltet werden. Diese zeichnet sich viele kurze Sprint- und Erholungsphasen aus. Daraus ergibt sich, dass die in der Schule häufig angewendeten Belastungen von bis zu  30 minütigem Laufen  mit einer mittleren Belastung nicht sehr sinnvoll sind. Der zweite thematische Schwerpunkt war die Ernährung. Anhand von Daten konnte Dr. Schomaker belegen, dass man durch Sporttreiben nicht abnimmt. „Low carb“ war sein Credo. Er machte deutlich, dass ein ganzer Industriezweig darauf aus ist, den Verbraucher, also uns, mit Kohlenhydraten zu überschütten, sowohl in offensichtlich kohlenhydratreichen Produkten wie Süßigkeiten und Getränken, aber auch Produkte offeriert werden, die kein Fett enthalten, aber extrem viele versteckte Kohlenhydrate. Immer wieder betonte er auch, dass „Bewegung die Grundlage menschlicher Existenz ist“. Sporttreiben ist für ihn ein Eckpfeiler einer gesunden Lebensführung.

 

Nach 90 Minuten wurden die Gruppen getauscht. Anschließend ging es noch in die Innenstadt, um etwas zu essen. Leider schienen die meisten von uns das gerade beigebrachte Wissen zum Thema gesunde Ernährung schon wieder vergessen zu haben – so gab es für einen großen Teil Hamburger mit Pommes ;).

 

Insgesamt war diese Exkursion ein echtes Highlight und wir möchten uns noch einmal bei den beiden Referenten Dr. Greiwing und Dr. Schomaker herzlichst für ihre Bereitschaft bedanken, dass sie uns  einen Einblick in die Leistungsdiagnostik gewährt und dass sie uns komplexe Zusammenhänge in Sportmedizin, Trainingswissenschaft  und Ernährung näher gebracht haben.

 

F. Kühne, S. Rösner (Q1)



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