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Alkohol – (K)Ein Thema?!

Suchtprävention der Klassen 9

Dass bereits vier Bier ausreichen können, um mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus zu landen - das war für die meisten Neuntklässler der Canisiusschule neu.

Kurz vorm langen Karnevalswochenende hatten die vier Klassen 9 der Canisiusschule die Möglichkeit sich einen ganzen Tag dem Thema Alkohol und Sucht zu widmen. In jeweils doppelstündigen Bausteinen wurde das Thema Alkohol und der Umgang mit der Droge sowohl fachlich, als auch kreativ bearbeitet. So hatte jeder Schüler die Möglichkeit eigene Einstellungen und Erfahrungen mit Alkohol mit neuem Fachwissen zu beurteilen und eigenes Handeln und Denken kritisch zu hinterfragen.

Eine Möglichkeit das Thema intensiv und kreativ zu bearbeiten bot der Film „Die Chance“, in dem Wünsche, Sehnsüchte, Probleme und Sorgen von Jugendlichen thematisiert werden und so hohes Identifikationspotenzial lieferte. Innerhalb des Films werden durch Alkoholkonsum Gefühle der Liebe zerstört, Freundschaften beschädigt und aggressives Verhalten gefördert. Der Spielfilm stellt häufige Gründe und mögliche Auswirkungen des Alkoholkonsums junger Menschen heraus und diente als Grundlage für die Kreation eigener Szenarien und Drehbücher.

Eine Präventionsbeauftragte der AOK nutzte die Zeit, um den Schülern intensiv die Wirkung von Alkohol auf den Körper zu erklären und viel Fachwissen zu vermitteln.

In einem weiteren Baustein konnten die Schüler an drei Stationen die Wirkung von Alkohol selbst testen – mithilfe von so genannten Rauschbrillen konnten sie das Gefühl von 0,8 bzw. 1,3 Promille nachempfinden. Geradeauslaufen, jemandem die Hand geben oder nur ein einfaches Steckspiel lösen - all das war nur noch schwer möglich. Lesen oder das Auffinden kleinerer Gegenstände unmöglich. Anhand typischer Trinksituationen aus dem Alltag sollten die Schüler zwischen dem Genuss von Alkohol, dem Alkoholmissbrauch oder gar einer Alkoholabhängigkeit unterscheiden.

Wieder einmal durfte die Schule auch Hermann Wenning als Gast begrüßen, der aus seinem Roman „Lauf zurück ins Leben“ vorlas und beeindruckend als gebürtiger Legdener die Situation direkt vor unserer Haustüre beschreibt. Durch exzessiven Alkoholkonsum wurde er schon in der Jugend alkoholabhängig. Dazu kam einige Jahre später auch die Drogensucht. Er verlor Arbeit, Wohnung, Freunde und lebte jahrelang als obdachloser Junkie in der Hamburger Drogenszene. Mit Beschaffungskriminalität finanzierte er seine Sucht nach Alkohol, Ecstasy, Amphetamin und Heroin. Über 100 Einbrüche beging er und saß in 3 Bundesländern in insgesamt 4 Gefängnissen. Doch eines Tages begann er im Knast mit dem Laufen. Ein Justizbeamter wurde auf ihn aufmerksam und nahm ihn mit raus zu einem Volkslauf. Dieses Erlebnis war der Schlüssel zu einem neuen Leben.

Viele Schüler mussten sich am Ende des Projekttages eingestehen, dass sie einiges zum Thema Alkohol nicht wussten und über einige Fakten auch überrascht waren. Auf Nachfrage gaben die Schüler die Rückmeldung, dass ein solcher Tag wichtig und interessant für ihre Altersklasse sei.

 

(Gie)



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